Whale Watching
Einen Tag vor dem gestrigen Wahlsonntag in einigen deutschen Bundesländern habe ich einen Walsamstag eingelegt. Kurzfristig (am Mittwoch) gebucht, bekam ich am Donnerstag zunächst die Mitteilung, dass das Boot schon voll sei. Vermutlich werden die Buchungen dort in Excel aufgeschrieben, bei der Onlinebuchung konnte das jedenfalls noch nicht festgestellt werden. Da aber ich aber die Tour zusammen mit ein paar Kollegen machen wollte, habe ich darauf gedrängt, doch an genau diesem Tag zu fahren. Der versprochene Anruf am Freitag blieb aus, als ich dann angerufen habe wurde ich aber beruhigt: Ich konnte doch mitfahren.
Also habe ich mich am Samstag gemütlich um 7 Uhr aus dem Bett erhoben und bin mit dem Zug nach Sandgate gefahren. Von dort aus ging es mit dem Bus weiter nach Redcliffe, wo das Boot ablegen sollte. Der Bus kam ein paar Minuten zu spät und der Busfahrer hat auch keine Anstalten gemacht, die Verspätung aufzuholen – im Gegenteil. Trotzdem kamen wir aber 10 Minuten vor Abfahrt an.
Die Wale sind in der Moreton Bay zu sehen, sodass es zunächst in Richtung Moreton Island ging (eine Insel, die wir sicherlich auch bald besuchen werden). Das Boot hatte eine ordentliche Geschwindigkeit, wodurch der Wind laut Aussage eines Mitarbeiters etwa doppelt so stark zu spüren war. Ich kenne mich mit Windstärken nicht aus, aber das war schon ein ziemlich kräftiges Lüftchen. Gleichzeitig schaukelte es auch ordentlich – was mir nicht gut bekam. Ich hatte bisher keine Probleme mit Seekrankheit, aber ausgerechnet dort wurde ich dann doch seekrank. Das hat den Spaß ganz schön gedrückt.
Nach einer weiteren Viertelstunde Fahrt parallel zur Küste stoppte das Boot. Nun konnte die Walbeobachtung beginnen. Ich saß im hinteren Teil des Boots und habe versucht, trotz Übelkeit ein paar Wale zu entdecken. Das hat auch geklappt und es sind auch ein paar Fotos dabei rausgekommen – was gar nicht so einfach ist, denn die Wale tauchen kurz irgendwo auf und sind nach wenigen Sekunden wieder weg. Die Taktik, den Fotoapparat aufnahmebereit hinzuhalten, mit dem bloßen Auge Ausschau zu halten und im richtigen Moment abzudrücken resultiert übrigens in vielen Aufnahmen des blauen Himmels.
Zurück in Redcliffe und mit stabilem Boden unter den Füßen ging es mir recht schnell wieder besser. Wir sind noch etwas neben dem Strand entlang gelaufen und haben dann gerade so den Bus erwischt – gut so, denn sonst hätten wir eine Stunde warten müssen. So waren wir aber gegen 6pm wieder in Brisbane und konnten uns für den Sonntag vorbereiten – auf ins Surfers Paradise.