Noosa und Fraser Island

Es gibt verschiedene Meinungen zu den Inseln vor der australischen Ostküste. North Stradbroke Island wird selten genannt, ist aber auf jeden Fall wegen der schönen, einsamen Strände empfehlenswert. Moreton Island und Fraser Island sind Sandinseln und daher vergleichbar. Moreton für Sandboarding und Schnorcheln/Tauchen, Fraser für die Seen und etwas Regenwald. Und die Whitsundays schließlich zum Tauchen und für Segeltouren.

Auch wenn man oft zu hören bekommt, dass es reicht, wenn man sich ein bis zwei dieser Inseln ansieht, haben wir uns für das volle Programm entschieden. Da für die Moreton-Tour am Wochenende zuvor auch ein Tag gereicht hätte und es wie gesagt durchaus Ähnlichkeiten mit Fraser gibt, haben wir uns für eine eintägige Fraser-Tour und einem selbstgestalteten Tag in Noosa (gut 100 km südlich von Fraser) entschieden.

Die Hinfahrt am Freitagabend begann mit einem um Sekunden verpassten Zug. Obwohl der Zug danach schon einige Minuten Verspätung hatte, haben wir den Bus noch bekommen. Die elektronische Stimme, die jede Aktion des Fahrers bei stehendem Bus kommentiert hat, war etwas merkwürdig. Zudem sprang der Bus zunächst gar nicht an. Die so verlorene Zeit hat er dann aber mit abenteuerlichem Fahrverhalten wieder reingeholt. So sind wir dann schließlich doch noch in Noosa angekommen und konnten unsere Betten im “Conference room” (~16 Betten) beziehen.

Am nächsten Tag ging es schon um 6.20 los – praktischerweise wurden wir direkt vom Hostel abgeholt. Dummerweise war der Himmel bedeckt und es fing sogar an zu regnen. Mit sowas rechnet man schon gar nicht mehr. Nicht, dass ich in Deutschland den Wetterbericht anschauen würde, aber hier besteht noch weniger der Bedarf dafür. Es ist halt meist einfach warm und trocken.

Mit dem Kleinbus ging es nach Rainbow Beach und von dort aus in wenigen Minuten per Fähre auf Fraser Island. Nach etwas Fahrt auf der Autobahn (= Strand) ging es dann ins Inselinnere. Im Vergleich zu Moreton sieht das schon eher nach Regenwald aus. Genau diesen schauten wir uns dann auch an, während die Reifenpanne einer der beiden Busse behoben wurde. Danach ging es weiter durch den Wald bis zum Lake McKenzie. Ich hatte zuvor Bilder davon gesehen und wollte ihn mir unbedingt ansehen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Wolken waren mittlerweile genug aufgezogen, sodass öfters mal die Sonne durchkam.

Die Bilder sagen schon einiges, aber vielleicht nicht alles. Wenn man sich Lake McKenzie vorstellen will, fängt man am besten mit einem Swimming Pool an – denn das Wasser ist kristallklar, wenn es nicht dunkler werden würde, könnte man mehrere Meter tief sehen. Dann denkt man sich den Chlor im Wasser weg, es ist ein Frischwassersee. Außerdem besteht der Untergrund aus weißem Sand. Rundherum Wald, das nicht zu kalte Wasser und der Sonnenschein ergänzen das Erlebnis. Einfach traumhaft.

Nach einer Stunde Badeaufenthalt gab es nebendran noch ein gutes Mittagessen. Anschließend mussten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg machen. Am Strand zwischen Rainbow Beach und Moreton Island, auf dem wir zurück gefahren sind, konnten wir noch die Colourful Sands betrachten und wurden dann zum Hostel zurückgebracht.

Der Sonntag ist nicht sonderlich erwähnenswert, da etwas ungünstig geplant. Zurück in Brisbane waren wir gegen 19 Uhr, nachdem sich auch dieser Zug hoffnungslos verspätet hatte.

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